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Bleaching

Bleaching

Genetisch bedingte Farbveränderungen oder Verfärbungen durch Tee, Kaffee, Nikotin oder Rotwein lassen die meisten Zähne eher gelblich schimmern. Bleaching Produkte (Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid) setzen aktiven Sauerstoff frei. Der wandelt im Zahnschmelz gefärbte Moleküle in farblose Moleküle um, die Aufhellung der Zähne funktioniert vom Prinzip her so wie das Bleichen der Haare.

 

Bei allen Zähnen, die gebleicht werden sollen, muss vorher eine ausführliche Karies-Diagnostik, Kontrolle bestehender Füllungen und Sensibilitätstest der Zähne durchgeführt werden. Bei Patienten mit Karies, empfindlichen Zähnen oder auch undichten Füllungen sollten die Zähne nicht gebleicht werden. Deshalb auf jeden Fall die Zähne vorher vom Zahnarzt überprüfen lassen, egal, welches Bleaching-Verfahren man wählt.

 

Durchführung

Für das ”Home-Bleaching” gibt es entweder Produkte als Paste inklusive Zahnschienen in Einheitsgröße, oder Streifen und Gele, die man sich auf die Zähne klebt oder pinselt (Kosten zwischen 14 bis 40 Euro). Die Gefahr bei der Einheitsschiene besteht darin, dass sie nicht optimal passt. Das Bleichmittel kann auslaufen und unter Umständen das Zahnfleisch verätzen, oder man schluckt etwas davon, was durchaus schädlich sein kann. 

 

Tipp: Beim Zahnarzt bekommt man Schienen nach Maß ( Kosten: ab 120 Euro pro Kiefer). Beim Home-Bleaching sind die verwendeten Bleichmittel relativ niedrig dosiert (15 Prozent Wasserstoffperoxid). Der Patient trägt seine Schiene deshalb etwa eine Woche lang nachts oder einige Stunden am Tag.

 

Werden die Zähne in der Zahnarztpraxis gebleicht, nennt sich das „Office-Bleaching“. Dabei werden höher konzentrierte Bleichmittel (30 bis 35 Prozent Wasserstoffperoxid) verwendet, das Aufhellen geht wesentlich schneller. Die Kosten liegen zwischen 500 bis 2000 Euro. Von Experten empfohlen ist das "BriteSmile"-Verfahren. Es soll gleichzeitig hochwirksam und besonders schonend sein, weil es mit einer relativ geringen Konzentration von Wasserstoffperoxid  (15 Prozent) arbeitet und mit kaltem, blauen Licht. Nach nur einer Stunde ist das Ergebnis zu sehen.

 

 

Autor: Annegret Steinkamp

Datum: 24. Juli 2009

Bonding

Bonding und Shaping

Sparsamer als Veneers sind die so genannten Bondings. Das sind Zahnhalsfüllungen, die kleine Fehler an den Schneidezähnen ausgleichen. Dafür muss der Zahnarzt die Zähne in der Regel nicht anschleifen, die Kosten liegen bei circa 80 Euro pro Zahn. 

 

Beim so genannten Shaping kann der Dentist kleine Fehler an der Symmetrie verbessern, er schleift beispielweise eine Kante eines gekippten Zahnes weg. Auch zum Begradigen oder Glätten ungleichmäßiger Unterkiefer-Frontzähne kann man „Shaping“ einsetzen.

 

 

Autor: Annegret Steinkamp

Datum: 24. Juli 2009

Zahnspange

Zahnspangen

Fehlstellungen der Zähne können auch durch Zahnspangen korrigiert werden. Für kleinere Korrekturen eignet sich das so genannte „Invisalign“ - Verfahren, eine durchsichtige Kunststoffschiene, die ständig getragen wird, aber zum Putzen herausgenommen werden kann. 

 

Nahezu unsichtbar als feste Spange ist auch die Lingualtechnik. Hierbei werden die Brackets auf die Innenseite des Zahnes geklebt oder man verwendet Keramik-Brackets auf der Vorderseite, die optisch auch nicht so stark auffallen. Erwachsene müssen Zahnspangen fast immer selber zahlen, die Behandlungen fangen meist bei etwa 5000 Euro an, wobei man auch bis zu 8000 Euro und mehr investieren muss.

 

 

Autor: Annegret Steinkamp

Datum: 24. Juli 2009

Veneers

Veneers

Veneers sind hauchdünne Keramikschalen, die auf die Zähne geklebt werden. Dadurch kann man unregelmäßige Frontzähne ausgleichen, abgebrochene Ecken zum Verschwinden bringen, zu kurze Zähne oder zu große Zahnzwischenräume ausgleichen. Für Veneers wird die Zahnoberfläche nur etwa 0,5 Millimeter abgeschliffen (wesentlich weniger als bei Kronen), danach wird der Zahnschmelz angeätzt.

 

Die Kosten belaufen sich pro Zahn auf 400 bis 1.500 Euro, die Haltbarkeit liegt bei zehn bis fünfzehn Jahren. Nebenwirkungen und Wartezeiten gibt es übrigens bei Veneers nicht, nach der Behandlung kann man ganz normal essen und trinken. Außerdem haben sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber allen anderen Verfahren: Sie sind immun gegen späteres Nachverfärben.

 

 

Autor: Annegret Steinkamp

Datum: 24. Juli 2009

Implantate

Implantate

Während es noch vor einem Jahrzehnt beim Zahnersatz vor allem auf die Funktion ankam, legen die Patienten heute verstärkt Wert auf natürliches Aussehen. Jährlich werden in Deutschland etwa 300.000 Implantate gesetzt, mit starkem Aufwärtstrend. Allerdings können nicht alle Patienten problemlos ein Implantat erhalten. Eine Parodontitis etwa muss ausgeheilt und der Kieferknochen ausreichend breit sein.

 

Ein Implantat besteht in der Regel aus zwei Teilen: dem Körper, der im Knochen verankert wird, und einem Aufbauteil, auf das die spätere Krone geschraubt wird. Bei der ersten Operation wird der Implantatkörper in den Knochen eingepflanzt und dann die Schleimhaut darüber vernäht. Zwischen zwei (Unterkiefer) und sechs (Oberkiefer) Monate dauert die Einwachszeit, während der Patient ein Provisorium als Zahnersatz erhält. Danach wird das Aufbauteil befestigt und die Krone aufgeschraubt.

 

Es gibt in punkto Zahnersatz mehrere Gründe, die für ein Implantat beziehungsweise gegen eine Brücke oder Krone sprechen:

  • Knochenerhalt: Wird der Kieferknochen wegen eines fehlenden Zahnes nicht mehr ausreichend belastet, verschwindet er nach und nach. Die Folge: Wangen und Lippen werden nicht mehr gestützt, Weichteile fallen ein, das Gesicht wirkt "alt". Schlecht sitzende Prothesen beschleunigen sogar den Knochenabbau. Durch ein Implantat hingegen wird der Knochen normal belastet und somit erhalten.
  • Fester Halt: Wenn richtig eingewachsen, sitzt ein Implantat bombenfest - ein entscheidender Vorteil gegenüber einer Prothese
  • Schonender Zahnersatz: Bei Brücken müssen die Nachbarzähne angeschliffen werden, bei Implantaten hingegen kann die gesunde Zahnsubstanz der Nachbarzähne völlig erhalten bleiben.

 

Implantate bestehen aus dem Leichtmetall Titan, was den Nachteil hat, dass der Stift bei Parodontitis oder dünnem Knochen dunkel durchschimmert oder als Dreieck sichtbar wird. Seit 2004 sind auch Implantate aus dem Hochleistungskeramik Zirkonoxid zugelassen - diese sind weiß und verfügen so über einen deutlichen ästhetischen Vorteil, vor allem im Frontzahnbereich. Zudem sind bei Zirkonoxid Allergien ausgeschlossen, das Entzündungsrisiko ist geringer und das Material ist fester und damit bruchsicherer als Titan. Das Keramikimplantat ist einteilig und erfordert so nur einen einzigen Operationsvorgang. Der Nachteil: Es liegen noch keine Langzeitstudien dazu vor, ob das Zirkonoxid tatsächlich dauerhaft mit dem Knochen verwächst, muss sich in der Praxis beweisen.

 

Seltene, aber mögliche Folgen einer Implantat-Operation können sein: Implantatverlust, Nervschädigung mit Taubheitsgefühl, starke Blutung, Schädigung der Nachbarzähne, Entzündung des Knochens oder der Kieferhöhle.

 

Die Kosten liegen bei Titan wie auch bei Keramik für das Implantat, die chirurgische Leistung und die Krone etwa bei 2000 bis 3000 Euro.

 

 

Autor: Annegret Steinkamp

Datum: 24. Juli 2009

Tipps

  • Zweimal täglich - Zähneputzen: Nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen mindestens drei Minuten die Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen.

 

  • Vorsicht vor Säuren: Stehen Obst oder frisches Gemüse auf dem Speiseplan, direkt nach der Mahlzeit lieber einen Zahnpflegekaugummi nehmen. Die im Essen enthaltenen Säuren weichen den Zahnschmelz auf - den würde man beim Zähneputzen abreiben.

 

  • Einmal täglich - Zahnseide benutzen: Jeden Tag Zahnseide benutzen oder, noch besser, Interdentalbürsten, um die Zahnzwischenräume zu reinigen. Dort kommt es bei Erwachsenen häufig zu Karies, und Zahnfleischentzündungen können entstehen.

 

  • Zahbürste erneuern: Spätestens nach drei Monaten die Zahnbürste wechseln. Auf ihr können sich Bakterien vermehren, und ihre Borsten nutzen sich mit der Zeit ab.

 

  • Professionelle Zahnreinigung: Zweimal im Jahr sollte ein Termin zur professionellen Zahnreinigung anstehen. Dabei entfernt die Prophylaxe-Helferin Zahnbelag und Zahnstein, poliert und fluoridiert die Zähne und fragt nach den Putzgewohnheiten der Patienten. Diese Leistung wird von den Krankenkassen allerdings nicht übernommen. (Kosten ca. 100 Euro)

 

 

Weitere Informationen

 

Der gesunde Zahn

 

Autor: Annegret Steinkamp

Datum: 05. Januar 2009

Überarbeitet: 24. Juni 2009

Quellen: Volz, U.; Heinzel, H.: Zähne gut - alles gut. Haug, Stuttgart 2004

Sebastian, M.: Plastische Parodontalchirurgie. Schlütersche, Hannover 2002

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