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Strahlentherapie: Definition Die Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) ist eine Behandlungsform, die vor allem bei bösartigen Tumoren (Krebs) und seltener bei anderen Erkrankungen, zum Beispiel bei Arthrose (Gelenkschwund) oder Arthritis (Gelenkentzündung), eingesetzt wird. Sie ist neben der Operation und der Chemotherapie eine von drei häufigen Behandlungsformen in der Tumortherapie. Oft werden diese Behandlungen auch miteinander kombiniert. Es kommen unterschiedliche Strahlenarten und Strahlengeräte zum Einsatz. Chronische entzündliche Erkrankungen lassen sich mit Röntgenstrahlung behandeln, Tumoren in der Regel mit Elektronen, vereinzelt mit Gammastrahlung. Die Erkrankungsherde werden bei der Strahlentherapie gezielt mit Strahlung „beschossen“. Dadurch kommt es zu einer verringerten, eventuell sogar zu einem Stopp der Zellteilung. Die Zelle verliert ihre Fähigkeit zur Teilung und stirbt ab. Da beispielsweise ein Tumor durch entartete, also ungehemmt wachsende Zellen entsteht, wird dadurch sein Wachstum gestoppt, der Tumor geht zurück. Es gibt Tumoren, die strahlungssensibler sind, deren Therapie mit Strahlen also Erfolg versprechender ist als bei anderen Tumoren. Strahlensensibel sind insbesondere: Im Gegensatz zu oben beschriebenen Tumoren wird die Strahlentherapie bei Blutkrebs (Leukämie) auf den gesamten Körper angewendet. Sie wird vor einer Knochenmarkstransplantation durchgeführt. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Strahlentherapie: Durchführung Die zu bestrahlenden Areale werden vor Beginn der Strahlentherapie festgelegt. Außerdem errechnet der Radioonkologe die genaue Strahlendosis, die sich danach richtet, wie strahlensensibel der Tumor ist. Die Strahlendosis wird dann in mehrere kleine Einzeldosen unterteilt, um den Körper zu schonen. Deshalb dauert eine Strahlentherapie auch in der Regel mehrere Wochen, wobei etwa einmal täglich eine Strahlensitzung durchgeführt wird. Die einzelne Sitzung dauert jeweils nur wenige Minuten. Dabei befindet man sich auf einer Liege, umgeben von den Geräten, die die Strahlung abgeben. Meist ist dies ein Linearbeschleuniger, bei dem ein starker Magnet die Strahlung auf die zuvor eingegebenen Koordinaten lenkt. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Strahlentherapie: Anwendung In der Behandlung von Krebs wird die Strahlentherapie eingesetzt, um bösartige Tumoren zu zerstören. Außerdem wird das umliegende Gewebe nach einer operativen Tumorentfernung bestrahlt, um sicherzustellen, dass keine Krebszellen zurückbleiben. Auch in der lindernden (palliativen) Behandlung werden Strahlen eingesetzt. Die Verkleinerung eines Tumors kann so auch Symptome wie Schmerzen mindern. Die Fähigkeit zur Reparatur ist bei erkrankten Zellen im Vergleich zu gesunden Zellen wesentlich geringer ausgeprägt. Deshalb ist die Strahlentherapie vor allem zur Vorbeugung gegen neue Tumoren und Tochtertumoren (Metastasen) geeignet. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Strahlentherapie: Risiken Aufgrund der zahlreichen Nebenwirkungen ist eine gründliche Nutzen-Risiko-Abwägung vor einer Strahlentherapie sinnvoll. Da jeder Mensch anders auf die Bestrahlung reagiert, sind auch die Nebenwirkungen und deren Schwere sehr unterschiedlich. Normalerweise manifestieren sich die Begleiterscheinungen aber um die Stelle der Bestrahlung; eine mögliche Folgeerscheinung, der Haarausfall, tritt deshalb auch nur bei Bestrahlung im Bereich des Kopfs auf. Die Nebenwirkungen der Strahlentherapie lassen sich in akute Nebenwirkungen und Spätreaktionen aufteilen. Ein sehr frühes Zeichen ist der so genannte „Strahlenkater”, eine typische Reaktion des Körpers auf die plötzliche Strahlenbelastung mit Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen. Die Beschwerden verschwinden aber in der Regel schnell wieder. Es kommt durch die Strahlenbelastung vor allem zu Reizungen der Haut und Schleimhäute. Folge sind Entzündungen von Zahnfleisch, Speiseröhre, Magen, Darm und Harnblase. Die Strahlenschäden an der Haut, die sogenannte Strahlendermatitis, ähneln einem Sonnenbrand. Spätschäden einer Bestrahlung können unter anderem großflächige Gewebezerstörungen oder Geschwüre sein. Weitere Informationen Online-Informationen des Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrum Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008 Quellen: Deutsche Krebshilfe, Die blauen Ratgeber: Strahlentherapie. (Stand: 11/2007) Online-Informationen des Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Strahlentherapie. Mit energiereichen Strahlen gegen Krebs, (Stand: 04/2008)
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Therapie;Krebs;Bestrahlung;Strahlentherapie;Behandlung;Tumor |
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