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Knochenkrebs: Ursachen Knochenkrebs bezeichnet bösartige Veränderungen des Knochengewebes. Die genauen Ursachen für Knochenkrebs sind nicht bekannt. Eine genetische Veranlagung und Vererbung werden als Ursache nicht ausgeschlossen. Auch eine vorausgegangene Chemotherapie oder Strahlentherapie kann eine spätere Entstehung von Knochenkrebs begünstigen. Es gibt verschiedene Formen von Knochenkrebs:
| • | Osteosarkom: ausgehend vom Knochen, wächst schnell, meistens im Alter zwischen dem fünften und 25. Lebensjahr | | • | Ewing-Sarkom: ausgehend vom Knochenmark, wächst schnell und greift sehr früh auf andere Knochen und Lunge über (schnelle Metastasenbildung) | Das Osteosarkom und das Ewing-Sarkom treten vor allem im Kindes- und Jugendalter auf. Zu bösartigen Knochentumoren zählen außerdem:
| • | Chondrosarkom: ausgehend vom Knorpel, wächst langsam, vorwiegend bei Erwachsenen | | • | Fibrosarkom: ausgehend vom Bindegewebe, wächst langsam, überwiegend bei Erwachsenen | | • | Retikulumzellsarkom: ausgehend vom Knochenmark, wächst langsam, zumeist bei Erwachsenen | | • | Plasmozytom: ausgehend von Plasmazellen im Knochenmark, wächst langsam, häufig bei älteren Menschen | | • | Knochenmetastasen(Tochtergeschwulste) von anderen Krebsarten (z.B. Brustkrebs) | Autor: Sabine Fischer, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Knochenkrebs: Symptome Es gibt keine spezifischen Symptome von Knochenkrebs. Die Tumoren können sich durch Schmerzen, Fieber oder eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten bemerkbar machen. Wie stark die Schmerzen sind und wo sie auftreten, hängt davon ab, an welchem Knochen der Tumor sich befindet. Wächst Knochenkrebs langsam, sind die Symptome meist kaum spürbar. Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Knochentumoren. Bei primärem Knochenkrebs handelt es sich um bösartig entartete Knochenzellen. Sekundäre Knochentumoren sind Metastasen (Tochtergeschwulste) von anderen Krebsarten (z.B. Brustkrebs, Prostatakrebs, Hirntumoren), die sich im Knochen absiedeln. Wenn Knochenschmerzen im Verlauf einer solchen Krebserkrankung auftreten, kann es sich dabei um Metastasen handeln. Autor: Sabine Fischer, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Knochenkrebs: Diagnose Anzeichen von Knochenkrebs können unter anderem schmerzhafte Schwellungen, Rötungen und Bewegungseinschränkungen sein. Von Krebs befallene Knochen brechen schneller als gesunde. Daher kann auch ein Knochenbruch ohne entsprechendes Unfallereignis (Spontanfraktur) ein Hinweis auf Knochenkrebs sein. Neben einem Gespräch über die Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung können folgende Untersuchungen beim Veracht auf Knochenkrebs durchgeführt werden: Unter Umständen ist die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Knochen nötig. Die entnommenen Zellen werden unter dem Mikroskop auf Gut- oder Bösartigkeit untersucht, sodass sich Knochenkrebs eindeutig feststellen oder ausschließen lässt. Autor: Sabine Fischer, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Knochenkrebs: Behandlung Zur Behandlung von Knochenkrebs stehen in erster Linie die Operation, Chemotherapie und gegebenenfalls eine Strahlentherapie zur Verfügung. Die Chemotherapie wird häufig vor der Operation durchgeführt, um den Tumor zu verkleinern. Anschließend wird der Krebs entfernt. Wie viel Knochen- und umliegendes Gewebe entfernt werden muss, hängt von der Art und dem Ausmaß des Knochenkrebses ab. Eine Strahlentherapie ist bei Knochenkrebs nur dann sinnvoll, wenn es sich um einen strahlensensiblen Tumor handelt. Im Gegensatz zum Osteosarkom (geringe Sensibilität) bestehen mit einer Strahlentherapie beim Retikulumzellsarkom (hohe Sensibilität) gute Chancen auf Heilung. Autor: Sabine Fischer, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Knochenkrebs: Prognose Die Prognose von Knochenkrebs hängt von der Art des Tumors, dem Stadium der Krebserkrankung und dem Erfolg der Therapie ab. Früh erkannt, hat das Osteosarkom eine Prognose von 60 bis 80 Prozent auf Heilung (Fünf-Jahres-Überlebensrate). Mit Operation und Chemotherapie liegen die Chancen auf Heilung beim Ewing-Sarkom bei 50 bis 60 Prozent. Bei fortgeschrittenem Knochenkrebs, zum Beispiel wenn bereits Metastasen vorliegen, verschlechtert sich die Prognose deutlich. Autor: Sabine Fischer, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Knochenkrebs: Vorbeugung Knochenkrebs kann man nicht vorbeugen. Jedoch ist es ratsam, allgemeine Risikofaktoren wie Nikotin und Alkohol zu meiden. Eine gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem und kann Krebserkrankungen im Allgemeinen entgegenwirken. Bei Knochenschmerzen oder plötzlichen Knochenbrüchen empfiehlt sich eine frühzeitige Abklärung, denn falls es sich um Knochenkrebs handeln sollte, hat dieser früh erkannt die beste Prognose. Weitere Informationen Autor: Sabine Fischer, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008 Quellen: Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. de Gruyter, Berlin 2007 Krämer, J., Grifka, J.: Orthopädie. Springer, Heidelberg 2005 AWMF-Leitlinien: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und des Berufsverbandes der Ärzte für Orthopädie (BVO): Osteosarkom. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 033/038 (Stand: 13.07.2003)
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Knochentumor;Knochenmetastasen;Knochenszintigraphie;Ewing-Sarkom |
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