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Fatigue-Syndrom: Ursachen Als Fatigue-Syndrom bezeichnet man einen allgemeinen und andauernden Erschöpfungszustand, der sich durch „normale“ Erholungsmechanismen nicht beheben lässt und der keinen direkten Grund, wie zum Beispiel harte körperliche Arbeit, hat. Die Ursachen liegen in einer Reihe von Krankheiten oder Mangelerscheinungen, als deren Symptom sich das Fatigue-Syndrom äußert. Besonders häufig tritt es als Begleiterscheinung in der Therapie von Krebs auf, wobei der Tumor selbst, aber auch die Tumor-Behandlung als Auslöser des Fatigue-Syndroms infrage kommen. Die Deutsche Fatigue Gesellschaft nennt folgende mögliche Ursachen für ein Fatigue-Syndrom:
| • | Der Tumor bzw. die Tumorerkrankung selbst | | • | Begleiterscheinungen und Folgen der Behandlung von Tumoren | | • | Hormonmangel | | • | Blutarmut (Anämie), auch als Folge der Tumorbehandlung | | • | Depressionen | | • | Medikamenteneinnahme | | • | Organschäden | | • | Schlafstörungen | | • | Mangelernährung | | • | Chronische Infekte | | • | Muskelabbau als Folge mangelnder Beanspruchung des Körpers | Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 21. April 2008
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Fatigue-Syndrom: Symptome In der englischen Übersetzung bedeutet das Wort „Fatigue“ Erschöpfung, Ermattung oder Ermüdung. Das Fatigue-Syndrom äußert sich in einer chronischen, über das normale Maß hinausgehenden Müdigkeit. Damit einhergehend treten verschiedene Symptome auf, wie etwa allgemeine Lustlosigkeit, Schwäche und wenig Energie. Schlechter Schlaf, Reizbarkeit und Motivationsverlust sind ebenfalls typische Symptome des Fatigue-Syndroms. Reguläre Arten der Erholung, zum Beispiel Schlaf, führen nicht zu einer Verbesserung der Symptome. Auch körperliche Schonung hat keinen Einfluss auf die Beschwerden. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 21. April 2008
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Fatigue-Syndrom: Diagnose Die Diagnose wird beim Fatigue-Syndrom gemeinsam mit dem Arzt gestellt. Dabei kommt es vor allem auch auf die eigene Einschätzung an. Jeder kann die eigene Müdigkeit selbst einschätzen. Tritt sie überproportional und dauerhaft auf, ist der Gang zum Arzt ratsam. Hier gilt es zunächst, die Beschwerden, beziehungsweise das körperliche Befinden, möglichst genau zu beschreiben. Dabei helfen spezielle Fatigue-Fragebögen. Generell geht man vom Fatigue-Syndrom aus, wenn die nachfolgenden Symptome täglich im letzten Monat oder fast täglich in zwei aufeinander folgenden Wochen aufgetreten sind:
| • | Schwere Erschöpfung | | • | Allgemeine Schlappheit, wenig Energie | | • | Erhöhtes Ruhebedürfnis trotz gleich bleibender körperlicher Aktivität | Weitere Kriterien, die auf ein Fatigue-Syndrom schließen lassen, sind Konzentrationsstörungen, Beeinträchtigung des Alltags durch fehlenden Antrieb und emotionale Schwankungen. Für eine erfolgreiche Therapie ist es wichtig, die genaue Ursache des Fatigue-Syndroms zu bestimmen. Dies sind oftmals körperliche Erkrankungen, deshalb ist im Zweifelsfall eine Ausschlussdiagnose nötig. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 21. April 2008
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Fatigue-Syndrom: Behandlung Die Therapie des Fatigue-Syndroms besteht in der Regel aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen. Da die genaue Ursache noch nicht eindeutig geklärt ist, gibt es keine generelle Therapieempfehlung. In erster Linie geht es bei der Behandlung darum, die Lebensqualität zu verbessern. Dazu ist es ratsam, sie individuell abzustimmen, da mögliche Behandlungsformen bei jedem anders wirken. Häufig mindern sich die Beschwerden bei Behandlung der eigentlichen Ursache. Der häufigste Auslöser des Fatigue-Syndroms ist die Tumorbehandlung. Strahlentherapie und Chemotherapie zerstören nicht nur die Tumor-, sondern auch gesunde Körperzellen. Dies führt zu einem geringen Anteil an weißen Blutkörperchen (Leukozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) und roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Blut. Es kommt zu Abwehrschwäche und einer Sauerstoff-Unterversorgung des Körpers. Die Symptome des Fatigue-Syndroms - allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung - sind die Folge. Die Blutarmut (Anämie) lässt sich mit der Transfusion von roten Blutkörperchen behandeln. Hierbei zeigen sich rasch Behandlungsergebnisse, allerdings ist sie auch mit Nebenwirkungen, wie erhöhter Infektionsgefahr, verbunden. Risikoärmer ist die Gabe von Hormonen (Erythropoetin), die die Bildung der roten Blutkörperchen anregen. Der Behandlungserfolg ist jedoch geringer und stellt sich allerdings erst nach einigen Wochen ein. Normalerweise bessern sich die Symptome des Fatigue-Syndroms einige Wochen nach Ende der Tumorbehandlung. Sind andere organische Ursachen oder Stoffwechsel- und damit Hormonstörungen die Ursache des Fatigue-Syndroms, empfiehlt sich die medikamentöse Behandlung. Sind Medikamente Grund für das Fatigue-Syndrom, ist ein Absetzen ratsam. Weiterhin verbessert körperliche Bewegung die Beschwerden. Eine psychotherapeutische Begleitung empfiehlt sich in jedem Fall, da insbesondere verhaltenstherapeutische Maßnahmen zu einer Verbesserung beitragen. Wichtig ist, sich im Rahmen einer Tumor-Behandlung immer wieder bewusst zu machen, dass das Auftreten des Fatigue-Syndroms keine Verschlechterung des Gesundheitszustands bedeutet, sondern lediglich eine Begleiterscheinung ist. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 21. April 2008
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Fatigue-Syndrom: Prognose Tritt das Fatigue-Syndrom im Rahmen einer Tumorbehandlung auf, bessern sich die Symptome in der Regel einige Wochen, spätestens einige Monate nach dem Ende der Therapie. Da das Fatigue-Syndrom zum Teil erhebliche Auswirkungen auf den Alltag haben kann, ist es ratsam, die zur Verfügung stehende Energie sinnvoll einzuteilen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, sich der Erschöpfung nicht hinzugeben und den Körper nicht zu sehr zu unterfordern, da er sonst noch mehr abbaut. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 21. April 2008
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Fatigue-Syndrom: Vorbeugung Da das Fatigue-Syndrom als Begleiterscheinung von Krankheiten, vor allem von Tumoren, auftritt, ist es schwierig, ihm vorzubeugen. Eine gesunde Lebensweise und vor allem körperliche Bewegung wirken sich aber positiv auf den Verlauf aus. Weitere Informationen Online-Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrum Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 21. April 2008 Quellen: Deutsche Krebshilfe, Die blauen Ratgeber: Fatigue. Chronische Müdigkeit bei Krebs (Stand: 10/2007) Online-Informationen der Deutschen Fatigue Gesellschaft e.V.: www.deutsche-fatigue-gesellschaft.de (Stand: 04/2008)
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Fatigue-Syndrom;Erschöpfung;Müdigkeit |
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