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Chemotherapie: Definition Eine Chemotherapie wird vor allem bei Krebserkrankungen durchgeführt. Die Medikamente, die bei einer Chemotherapie eingesetzt werden, nennt man Zytostatika. Es sind Zellgifte, die Krebszellen eher angreifen als gesunde Zellen. Häufig werden mehrere Zytostatika miteinander kombiniert. Sie wirken vor allem auf sich teilende Zellen, und da sich Krebszellen sehr rasch und häufig teilen, werden diese bevorzugt zerstört. Die Zytostatika lassen sich einzeln als Monotherapie oder auch kombiniert in so genannten „Schemata” verabreichen. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Chemotherapie: Durchführung Zytostatika können bei der Chemotherapie eingenommen oder als Infusion über die Vene zugeführt werden. Je nach Tumorart empfiehlt sich eine systemische oder regionale Therapie. Bei der systemischen Behandlung gelangen die Medikamente in den Kreislauf und wirken im gesamten Körper. Bestimmte Tumoren lassen sich jedoch auch regional behandeln, indem die Zytostatika in der Nähe injiziert werden und zuerst dort ihre volle Wirkung entfalten, bevor sie in den Körperkreislauf gelangen. Die Verabreichung der Medikamente erfolgt in der Regel einmal täglich und kann – je nach Art der Krebserkrankung und nach Größe des Tumors - über mehrere Wochen andauern. Oft ist hierfür ein Krankenhausaufenthalt notwendig, in einigen Fällen kann die Chemotherapie auch ambulant durchgeführt werden. Die Zeiträume, in denen die Medikamente verabreicht werden, bezeichnet man als Zyklen, zwischen denen Pausen (Intervalle) liegen. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Chemotherapie: Anwendung Die Chemotherapie wird im Rahmen einer Krebsbehandlung entweder als alleinige „Monotherapie“ eingesetzt oder in Kombination mit der Strahlentherapie und einer operativen Entfernung des Tumors. Sie kann aber auch der Linderung von Symptomen der Krebserkrankung dienen, etwa wenn die Krankheit schon so weit fortgeschritten ist, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist (palliative Behandlung). Die verschiedenen Tumoren sprechen unterschiedlich auf die Chemotherapie an. Bei Leukämien oder Lymphomen, die den gesamten Körper betreffen, ist die Chemotherapie die bevorzugte Behandlung. Während Tumoren im Kindesalter bei einer Chemotherapie generell gut auf die Behandlung reagieren, sprechen bösartige Tumoren wie beispielsweise Prostatakrebs, Tumoren im Darmtrakt und Nierenkrebs meist schlechter auf Zytostatika an. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Chemotherapie: Risiken und Nebenwirkungen Die Chemotherapie wirkt hauptsächlich auf Krebszellen, da diese sich im Gegensatz zu normalen Zellen sehr schnell und unkontrolliert teilen. Aber auch gesunde Zellen werden durch die Chemotherapie beeinflusst. Daraus ergibt sich eine Reihe von Nebenwirkungen der Chemotherapie, die von der Dosierung der Medikamente und von der eigenen körperlichen Verfassung abhängen und deshalb sehr unterschiedlich und individuell auftreten. Das US-amerikanisch National Cancer Institute teilt die Nebenwirkungen einer Chemotherapie in die Grade null bis vier ein. Grad null bedeutet, dass die unerwünschte Wirkung nicht auftritt, während Grad vier starke Nebenwirkungen anzeigt. Folgende Nebenwirkungen sind typisch bei einer Chemotherapie:
| • | Geringer Anteil von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) im Blut, dies führt zu allgemeiner Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung, das Immunsystem ist nicht mehr voll funktionsfähig. | | • | Übelkeit und Erbrechen | | • | Magen- und Darmstörungen | | • | Entzündungen der Schleimhäute | | • | Haarausfall | Die Nebenwirkungen klingen nach Abschluss der Chemotherapie wieder ab. Wenn die vormals gesunden, nun zerstörten Zellen durch neue ersetzt werden, wachsen auch die Haare wieder nach. Durch die keimzellschädigende Wirkung einiger Zytostatika kann es zu Unfruchtbarkeit und Impotenz kommen. Die Zellgifte haben ihrerseits eine gewisse krebsauslösende (kanzerogene) Wirkung. Weitere Informationen Online-Informationen der Deutschen Krebshilfe e.V. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008 Quellen: Classen, M., Diehl, V., Kochsiek, K. (Hrsg.): Innere Medizin. Urban & Fischer, München 2004 Online-Informationen der Deutschen Krebshilfe: (Stand: 04/2008) Online-Informationen des National Cancer Institute: http://ctep.cancer.gov/ (Stand: 04/2008)
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Krebs;Tumor;Chemo;Medikation;Therapie |
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