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Brustkrebs: Ursachen Als Brustkrebs oder Mammakarzinom bezeichnet man eine bösartige Gewebsneubildung der Brust. Mit etwa 25 Prozent aller Krebserkrankungen ist Brustkrebs die häufigste bösartige Krankheit der Frau. Derzeit wird in Deutschland pro Jahr bei etwa 57.000 Frauen die Diagnose Brustkrebs gestellt. Insgesamt erkrankt im Laufe des Lebens etwa jede zehnte Frau. Es gibt sehr viele Faktoren, die das Risiko erhöhen können, an Brustkrebs zu erkranken:
| • | steigendes Alter | | • | Brustkrebs bei Mutter oder Schwester | | • | bestimmte Erbanlagen | | • | Brustkrebs in der Vorgeschichte | | • | frühe erste Regelblutung, spät eintretende Wechseljahre | | • | höheres Alter bei Geburt des ersten Kindes (> 30 Jahre) | | • | Frauen, die noch kein Kind geboren haben | | • | lange Hormonbehandlung (z.B. in den Wechseljahren) | | • | gutartige Brusterkrankung in der Vorgeschichte (sog. Mastopathie) | | • | fettreiche Ernährung, regelmäßiger Alkoholkonsum | Trotz der vielen Risikofaktoren ist die extrem hohe Anzahl derer, die an Brustkrebs erkranken, bisher nicht erklärlich. Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. Med. Martina Waitz Datum: 09. Oktober 2009
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Brustkrebs: Symptome Brustkrebs verursacht nur selten Schmerzen oder spezifische Symptome. Häufig entdecken die betroffenen Frauen zufällig eine knotige Veränderung bei der Selbstuntersuchung der Brust. Darüber hinaus können folgende Merkmale auf Brustkrebs hinweisen und sollten stets ärztlich abgeklärt werden:
| • | Vorwölbung oder Einziehung der Haut an einer Stelle der Brust | | • | Veränderung der Brustgröße | | • | länger andauernde Rötung der Brust | | • | Veränderungen der Brustwarze (Einziehung, Verhärtung, Entzündung, Flüssigkeitsabsonderung) | | • | Schwellungen der Achselhöhle | Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. Med. Martina Waitz Datum: 09. Oktober 2009
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Brustkrebs: Diagnose Wenn eines der beschriebenen Anzeichen bemerkt wird oder im Rahmen einer Untersuchung auffällt, muss Brustkrebs stets ausgeschlossen werden. Die Diagnostik kann dabei folgendermaßen ablaufen:
| • | Inspektion der Brust: Der Arzt inspiziert die Brust nach auffälligen, sichtbaren Veränderungen. |
| • | Tastuntersuchung der Brust: Jede Stelle der Brust wird im Stehen und im Liegen genauestens hinsichtlich Auffälligkeiten abgetastet. |
| • | Tastuntersuchung der Lymphknoten: Nach der Tastuntersuchung der Brust schließt sich die Tastuntersuchung der benachbarten Lymphknoten an, die im Rahmen der Erkrankung verändert sein können. |
| • | Ultraschall der Brust und der Lymphknoten: Mit der Ultraschall-Untersuchung kann bereits häufig zwischen gutartigen und eventuell bösartigen Veränderungen unterschieden werden. |
| • | Mammografie: Diese Röntgen-Untersuchung besitzt größten Stellenwert in der Früherkennung von Brustkrebs, da damit auch sehr kleine Befunde erkannt werden können. |
| • | Gewebeentnahme: Zur Klärung unklarer Befunde und zur Therapieplanung kann auch eine Gewebeentnahme (sog. Biopsie) notwendig sein. |
| • | Unter Umständen sind weitere diagnostische Maßnahmen bei Brustkrebs nötig. | Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. Med. Martina Waitz Datum: 09. Oktober 2009
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Brustkrebs: Behandlung Zu Beginn der Brustkrebs-Therapie steht in den meisten Fällen eine Operation. Über das weitere Vorgehen wird individuell entschieden.
| • | Operation: Etwa 70 Prozent der betroffenen Frauen können heute operiert werden, ohne dass die gesamte Brust entfernt werden muss (Brusterhaltende Therapie). Ist der Krebs allerdings zu groß oder ist bereits Brustwand oder umgebende Haut befallen, muss eine Mastektomie durchgeführt werden. Bei diesem Eingriff wird das gesamte Brustgewebe der betroffenen Seite entnommen. Eine operative Rekonstruktion der Brust kann im Anschluss erfolgen. Für die weitere Therapieplanung und die Prognosebestimmung müssen bei jeder Brustkrebs-Operation zudem Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt werden. |
| • | Bestrahlung: Nach einer Brusterhaltenden Operation erfolgt grundsätzlich eine Bestrahlung der betroffenen Brust. Dies reduziert das Risiko des Wiederauftretens des Brustkrebses (sog. Rezidiv). Die Bestrahlung nach Mastektomie erfolgt, wenn die Gefahr eines Rezidivs besonders hoch ist. Mögliche weitere Bestrahlungen werden individuell geplant. |
| • | Medikamentöse Therapie: Die medikamentöse Therapie von Brustkrebs ist sehr vielschichtig. Sie besitzt vor allem einen hohen Stellenwert in der Behandlung von Tochtergeschwülsten (Metastasen). Zur Verfügung stehen Chemotherapie, antihormonelle Therapie und seit kurzer Zeit die Therapie mit Antikörpern. In vielen Fällen wird die medikamentöse Therapie mit einer Chemotherapie begonnen. Welche weiteren medikamentösen Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von Art und Ausdehnung des Brustkrebses ab. | Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. Med. Martina Waitz Datum: 09. Oktober 2009
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Brustkrebs: Prognose Die Prognose einer Brustkrebs-Erkrankung hängt von vielen Faktoren ab, konnte aber durch bessere Therapie und Früherkennung in den letzten Jahren deutlich verbessert werden. Grundsätzlich gilt: Je eher die Erkrankung entdeckt wird, umso besser die Prognose. Faktoren, die Einfluss auf die Prognose von Brustkrebs haben können, sind unter anderem:
| • | Ausdehnung des Brustkrebses | | • | Anzahl der befallenen Lymphknoten | | • | mögliches Vorhandensein von Metastasen | | • | verschiedene Merkmale der Krebszellen | | • | Erfolg der Chemotherapie | Nach der Therapie ist eine langfristige Nachsorge zur frühen Erkennung von Rezidiven oder einer erneuten Brustkrebs-Erkrankung notwendig. Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. Med. Martina Waitz Datum: 09. Oktober 2009
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Brustkrebs: Vorbeugung Viele Risikofaktoren für Brustkrebs können nicht beeinflusst werden. Wichtig zur Früherkennung eines Mammakarzinoms sind insbesondere die Selbstuntersuchung der Brust, der regelmäßige Besuch der gynäkologischen Krebsvorsorge-Untersuchung und gegebenenfalls die Teilnahme am gesetzlichen Mammografie-Screening (für Frauen im Alter zwischen 50 und 69). Weitere Informationen Wichtige Infos rund um das Thema Krebs erhalten Sie bei der Deutschen Krebshilfe. Zum Thema "Viel Folsäure - weniger Brustkrebs" finden Sie Informationen beim Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit. Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. Med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008 Überarbeitet: 09. Oktober 2009 Quellen: Diedrich, K., Holzgreve, W.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Springer, Heidelberg 2007 Fasching, P.A., Lux, M.P.: Entscheidungshilfen bei der Therapiewahl für Patientinnen mit Mammakarzinom – Prognose- und Prädiktivfaktoren. Der Gynäkologe Vol 38, No 5, pp. 388-397 Interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft und der beteiligten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften: Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau (Stand: 07/2004) Online-Informationen der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID), (Stand 02/2008) Stauber, M., Weyerstahl, T.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2005
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Brustkrebs;Mammakarzinom;Morbus Paget;Mammographie;Chemotherapie;Brusterhaltende Therapie;Bestrahlung;Brustrekonstruktion |
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