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Ursachen

Grippe (Influenza): Ursachen

Die Grippe (Influenza) ist eine Infektion der Atemwege mit Influenza-Viren. In Deutschland kommt sie häufig saisonal im Winter vor (die so genannten „Grippewellen“). 

 

Eine Grippe verläuft sehr unterschiedlich, vor allem im Schweregrad. Die Influenza-Viren werden durch Tröpfchen-Infektion beim Sprechen oder Niesen übertragen.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

 

Symptome

Grippe (Influenza): Symptome

Nach einer Inkubationszeit von ein bis fünf Tagen treten die ersten Beschwerden auf. Typische Grippe-Symptome sind plötzlich eintretendes Fieber, trockener Reizhusten und Muskel- und Kopfschmerzen. Halsschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit und Schweißausbrüche sind begleitende Symptome einer Influenza. 

 

Eine Grippe kann vergleichsweise harmlos mit erkältungsähnlichen Symptomen verlaufen, aber auch zu schweren Komplikationen führen, welche die Einweisung ins Krankenhaus erforderlich machen. Vor allem Kinder und ältere oder immunschwache Menschen sind für Komplikationen der Influenza gefährdet.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Diagnose

Grippe (Influenza): Diagnose

Aufgrund des Verlaufs und der Beschwerden lässt sich die Grippe zu anderen Infektionskrankheiten abgrenzen. Da die Symptome denen einer Erkältung ähneln, ist die Diagnose häufig schwierig. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich jedoch, wenn sich Grippe-Erkrankungen in der Region häufen. 

 

Eine Grippe lässt sich über einen Schnelltest von Sekret aus dem Nasen- und Rachenraum diagnostizieren. Der Test sollte bis 48 Stunden nach Beginn der Erkrankung bzw. dem ersten Auftreten von Symptomen erfolgen. Die genaue Diagnose ist vor allem notwendig, wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind oder wenn Komplikationen auftreten.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Behandlung

Grippe (Influenza): Behandlung

Bei unkompliziertem Verlauf werden in erster Linie die Symptome der Grippe behandelt. Gegen Fieber und Schmerzen empfehlen sich Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol oder Acetylsalicylsäure. Kinder sollten Acetylsalicylsäure nicht einnehmen, da dies zu schweren Komplikationen wie dem Reye-Syndrom führen kann. Weiterhin ist bei der Grippe auf ausreichende Flüssigkeits- und Vitamin-Zufuhr zu achten. 

 

Als Hustenstiller eignet sich Kodein. Auch nach Rückgang des Fiebers ist es ratsam, noch einige Tage Bettruhe zu halten. Kommt es zu einer sogenannte Superinfektion mit Bakterien, ist die Einnahme von Antibiotika sinnvoll, um schwere Atemwegs-Erkrankungen zu vermeiden. Die Einnahme von Mitteln gegen Viren (Virustatika) kann bei Grippe-Fällen sinnvoll sein, in denen Komplikationen zu erwarten sind.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Prognose

Grippe (Influenza): Prognose

Die Grippe klingt in der Regel nach ein bis zwei Wochen wieder ab. Auch nach einem Rückgang der Beschwerden ist körperliche Schonung zunächst sinnvoll. Es ist ratsam, weiter auf ausreichende Flüssigkeits- und Vitamin-Zufuhr zu achten. Maßvolle Bewegung an der frischen Luft wirkt ebenfalls regenerativ. 

 

In Einzelfällen kommt es bei der Grippe zu Komplikationen wie schweren Atemwegserkrankungen, Herzmuskelschwäche oder einem Lungenödem. Vor allem Kinder, ältere oder immunschwache Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Deshalb sollte rechtzeitig ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich die Beschwerden verschlechtern.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Vorbeugung

Grippe (Influenza): Vorbeugung

Die wirksamste Vorbeugung gegen Grippe ist die Grippe-Schutzimpfung. Sie wird jährlich in den Monaten Oktober und November durchgeführt. Kommt es zu einer Grippewelle, ist auch eine spätere Impfung noch möglich. Nach etwa zwei Wochen besteht voller Impfschutz. In etwa 90 Prozent der Fälle kann eine Schutzimpfung eine Grippe-Erkrankung verhindern, bei älteren Menschen ist der Anteil niedriger. Auch wenn die Krankheit ausbricht, trägt die Schutzimpfung zu einem milderen Verlauf bei. 

 

Die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt Grippe-Schutzimpfungen für Personen über 60 Jahre, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Immunschwäche, gefährdetes Laborpersonal, Menschen, die direkten Kontakt zu Vögeln oder Geflügel haben und bei Gefahr einer Grippewelle. Ein gesundes Immunsystem kommt mit Erkrankungen wie der Grippe besser zurecht, deshalb ist es sinnvoll, auf ausgewogene gesunde Ernährung zu achten. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sowie Saunagänge unterstützen das Immunsystem ebenfalls.

 

 

Weitere Informationen

 

Online-Informationen des Robert Koch Institut

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Quellen: Greten, H. (Hrsg.): Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2005

Piper, W.: Innere Medizin. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2007

 

Influenza;Virusgrippe;Gliederschmerzen;Fieber;Husten;Schnupfen;Grippeimpfung