Definition
Blutdruckmessung: Definition
Als Blutdruckmessung bezeichnet man allgemein die Erfassung des herrschenden Drucks in einem Blutgefäß. Dieser lässt sich auf verschiedene Arten bestimmen. Meist ist mit Blutdruckmessung in der Regel die Druckmessung einer Arterie („Schlagader“) mithilfe eines Blutdruckmessgeräts gemeint. So kann ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck festgestellt werden.
Erfunden wurde diese sogenannte indirekte Blutdruckmessung vor mehr als 100 Jahren von einem Arzt namens Riva-Rocci. Mit RR (für Riva-Rocci) wird der mit einer Manschette gemessene Blutdruck noch heute abgekürzt.
Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Durchführung
Blutdruckmessung: Durchführung
Eine Blutdruckmessung sollte in Ruhe und im Liegen oder Sitzen durchgeführt werden. Die Blutdruckmanschette wird oberhalb der Ellenbeuge angelegt und so lange aufgepumpt, bis kein Blutfluss durch die Arterie mehr möglich ist. Über ein Ventil kann der Druck der Manschette danach wieder langsam abgelassen werden, sodass die Arterie wieder vom Blut durchströmt wird. Mit einem Stethoskop lassen sich die entstehenden Strömungsgeräusche des Bluts abhören.
Das erste Geräusch, das der Untersucher beim Ablassen des Manschettendrucks über das Stethoskop hören kann, stellt den Maximalwert des Blutdrucks dar (systolischer Wert). Ist bei weiterem Ablassen schließlich kein Geräusch mehr wahrnehmbar, so hat man den Minimalwert des Blutdrucks ermittelt (diastolischer Wert). Die Werte können jeweils am Blutdruckmessgerät abgelesen werden. Seit einigen Jahren gibt es auch elektronische Blutdruck-Messgeräte, die auf Knopfdruck arbeiten und für die kein Stethoskop mehr erforderlich ist.
Angegeben wird der Blutdruck üblicherweise in der Einheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Wurde bei der Blutdruckmessung ein systolischer Wert von 125 und ein diastolischer Wert von 80 ermittelt, so lautet der Blutdruck 125/80 mmHg („125 zu 80 Millimeter Quecksilbersäule“).
Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Anwendung
Blutdruckmessung: Anwendung
Die Blutdruckmessung ist eine einfache, aber unverzichtbare Untersuchung zur Beurteilung des Herz-Kreislauf-Systems. Mit der Messung kann ein Bluthochdruck (Hypertonie) diagnostiziert und gegebenenfalls anschließend der Erfolg einer medikamentösen Therapie kontrolliert werden.
Auch in Notfallsituationen, wie zum Beispiel Schock, und bei vielen chronischen Erkrankungen ist eine Blutdruckmessung hilfreich. Um Blutdruckschwankungen im Tagesverlauf zu beobachten, ist eine Langzeit-Blutdruckmessung über 24 Stunden sinnvoll.
Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Risiken
Blutdruckmessung: Risiken
Risiken oder Komplikationen einer Blutdruckmessung sind nicht bekannt. Die Untersuchung ist schnell, einfach und schmerzlos durchführbar. Nur wenn die Manschette zu hoch aufgepumpt wird, kann es unter Umständen zu einer leichten Quetschung am Oberarm mit Bluterguss kommen.
Weitere Informationen
Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Quellen: Füeßl, H., Middeke, M.: Anamnese und klinische Untersuchung. Thieme, Stuttgart 2005
Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen. Thieme, Stuttgart 2006
