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Ursachen

Gürtelrose: Ursachen

Die Gürtelrose (Herpes zoster) ist eine Viruserkrankung, hervorgerufen durch das Varicella-Zoster-Virus, die zu Hautausschlägen und Schmerzen führt. Das Varicella-Zoster-Virus verursacht beim Erstkontakt Windpocken. Auch nach einer Windpockenimpfung kann es zu einer Gürtelrose kommen, da das Virus sich in Hirnnerven oder in den Nervenwurzeln des Rückenmarks einnistet.

 

Selbst nach Jahrzehnten kann es durch Reaktivierung der inaktiven Viren zu einer Gürtelrose kommen. Bei der Reaktivierung wandert das Virus den Nerv entlang nach außen an die Hautoberfläche. Zu einer Reaktivierung kann es durch eine vorübergehende oder krankheitsbedingte Immunschwäche kommen. Auch eine Zweitansteckung durch ein an Windpocken erkranktes Kind kann bei Erwachsenen zu einem Ausbruch des Herpes Zoster führen. Nervenverletzungen oder UV-Strahlung können weitere Auslöser darstellen.

 

Am häufigsten tritt die Gürtelrose bei Menschen ab 60 Jahren auf. Aber auch bei Kindern und Jugendlichen sind Erkrankungen möglich. Das Risiko, einmal im Leben an einer Gürtelrose zu erkranken, liegt bei etwa 20 Prozent.

 

 

Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Mai 2008

 

Symptome

Gürtelrose: Symptome

Die Gürtelrose beginnt mit Abgeschlagenheit, leichtem Fieber und stark brennenden Schmerzen in der Umgebung des betroffenen Nervs. Fast immer folgt der für Gürtelrose typische Hautausschlag mit gerötetem Untergrund und prallen bis reiskorngroßen Bläschen. Der Hautauschlag wird zu trockenem Schorf, der nach ungefähr zwei bis drei Wochen abgestoßen wird.

 

Je nach betroffenem Nerv können die Symptome der Gürtelrose am ganzen Körper auftreten. Besonders wenn Hirnnerven betroffen sind, können schwerwiegende Formen des Herpes zoster an Augen, Kopfhaut, Nase oder Ohren auftreten.

Manchmal kann es Monate nach dem Ausbruch der Gürtelrose zu Schmerzen der betroffenen Nervenumgebung kommen.

 

 

Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Mai 2008

Diagnose

Gürtelrose: Diagnose

In den meisten Fällen kann die Gürtelrose nach dem charakteristischen klinischen Bild diagnostiziert werden. 

 

In Ausnahmefällen wird das Varicella-Zoster-Virus durch Antikörpertests im Blut nachgewiesen. Wenn der Verdacht auf einen Herpes-zoster-Befall der Hirnnerven oder des Rückenmarks besteht, wird die Hirnflüssigkeit untersucht.

 

 

Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Mai 2008

Behandlung

Gürtelrose: Behandlung

Gürtelrose wird medikamentös mit Virustatika (Brivudin, Aciclovir, Famiciclovir, Valaciclovir) behandelt, die gezielt die Vermehrung der Varicella-Zoster-Viren stoppen. Die medikamentöse Therapie verspricht eine schnellere Linderung der Beschwerden und ein Abklingen der Hautläsionen. Für eine Verkürzung des Krankheitsverlaufs ist es äußerst wichtig, dass die medikamentöse Therapie so schnell wie möglich zum Einsatz kommt.

 

Des Weiteren werden bei Gürtelrose spezielle Puder, Lösungen und Salben für die Behandlung der betroffenen Hautstellen je nach Stadium eingesetzt. In schweren Fällen von Herpes zoster sind auch Schmerzmittel nötig.

 

 

Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Mai 2008

Prognose

Gürtelrose: Prognose

In etwa 90 Prozent der Fälle klingt die Gürtelrose nach bis zu vier Wochen ab. In wenigen Krankheitsfällen kann es zu Komplikationen und bleibenden Schäden, wie zum Beispiel anhaltenden Lähmungen, kommen. 

 

Auch wurden langfristig bestehende Schmerzen der betroffenen Nerven beobachtet. Wenn sich der Herpes zoster auf die inneren Organe ausgebreitet hat, kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen.

 

 

Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Mai 2008

Vorbeugung

Gürtelrose: Vorbeugung

Es gibt keine direkte Maßnahme, dem Herpes zoster vorzubeugen. 

 

Jedoch tritt die Gürtelrose bei Kindern, die gegen Windpocken geimpft wurden, nicht so häufig auf wie bei nicht geimpften.

 

 

Weitere Informationen

 

Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Mai 2008

Quellen: Robert Koch Institut: (Stand: 04/2008)

Klinik für Dermatologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum (Stand: 04/2008)

Gürtelrose;Herpes zoster;Hautausschlag