Ursachen
Gebärmutterhalskrebs: Ursachen
Ein Zervixkarzinom ist ein bösartiges Geschwulst im unteren Drittel der Gebärmutter, dem Gebärmutterhals. Eine Infektion mit den humanen Papillomviren (HPV) ist der bekannteste Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs, vor allem stellen die HPV-Typen 16 und 18 ein hohes Risiko dar.
Es gibt verschiedene Begleitfaktoren, die eine Rolle zur Entstehung spielen, dazu gehört das Rauchen sowie das Passivrauchen. Auch der Konsum von Drogen wie Cannabis und Kokain, vorangegangene Erkrankungen im Genitalbereich, wie Chlamydien oder genitale Herpesinfektion erhöhen das Risiko. Frauen mit einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel durch Organtransplantationen oder HIV-Infektion, haben ein größeres Risiko an einem Zervixkarzinom zu erkranken.
Zervixkarzinome werden überwiegend bei Frauen über 65 Jahren und zwischen 40 und 45 Jahren diagnostiziert. Weltweit zählt der Gebärmutterhalskrebs zur zweit häufigsten Krebsart. Die Zahl der Todesfälle ist durch Früherkennungsmaßnahmen stark zurückgegangen.
Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Symptome
Gebärmutterhalskrebs: Symptome
Ein Zervixkarzinom zeigt in frühen Stadien keine Symptome.
Erst bei fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs kann es zu unregelmäßigen Blutungen, übel riechendem Ausfluss, Schmerzen in Becken- oder Kreuzbereich oder Schmerzen beim Urin- oder Stuhlgang kommen.
Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Diagnose
Gebärmutterhalskrebs: Diagnose
Es ist ratsam, ab dem 20.Lebensjahr regelmäßig eine Krebsvorsorge durchführen zu lassen. Dabei wird ein Abstrich genommen und der Gebärmutterhals im Bereich der Scheide (Portio) abgetastet und begutachtet. Mit dem Abstrich lassen sich bereits Vorstadien von Gebärmutterhalskrebs feststellen (PAP-Test).
Wenn ein Verdacht auf ein Zervixkarzinom besteht, wird eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen. Bestehen weiter Unklarheiten, wird eine Konisation (kegelförmige Gewebeproben-Entnahme aus dem Gebärmutterhals).
Um eine mögliche Verbreitung des Tumors (Metastasen) abzuklären, können weitere Untersuchungen wie zum Beispiel Ultraschall-Untersuchungen, Röntgen-Untersuchungen, eine Computertomografie, Magnet-Resonanz-Tomografie oder endoskopische Untersuchungen sinnvoll sein.
Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Behandlung
Gebärmutterhalskrebs: Behandlung
Je nach Krankheitsstadium und Gesundheitszustand wird entweder der Tumor operativ entfernt oder eine Strahlentherapie, allein oder in Kombination mit einer Chemotherapie, durchgeführt.
Empfehlenswert sind regelmäßige Nachsorge-Untersuchungen, um das Risiko einer Wiedererkrankung (Rezidiv) auszuschließen.
Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Prognose
Gebärmutterhalskrebs: Prognose
Nahezu 100 Prozent der Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs sind vollständig heilbar. Auch bei sehr frühen Stadien liegt die Heilungschance bei circa 85 bis 90 Prozent.
Wenn der Gebärmutterhalskrebs sich auf die Beckenwand ausgebreitet hat, liegen die Chancen auf Heilung bei etwa 30 bis 40 Prozent. Wenn bereits Fernmetastasen gebildet wurden, sind die Aussichten auf Heilung schlechter.
Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Vorbeugung
Gebärmutterhalskrebs: Vorbeugung
Einer HPV-Infektion, dem Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs, lässt sich durch Kondom-geschützten Geschlechtsverkehr vorbeugen. Seit 2006 können sich Frauen gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 durch eine Impfung schützen. Am sinnvollsten ist dies vor dem ersten Sexualkontakt, aber auch für schon sexuell aktive Frauen kann eine Impfung infrage kommen. Am besten ist, man informiert sich beim Haus- oder Frauenarzt über die Möglichkeiten der HPV-Impfung.
Des Weiteren ist die Wahrnehmung von Vorsorge- und Nachsorge-Untersuchungen für eine Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs äußerst wichtig.
Weitere Informationen
www.krebsinformationsdienst.de
Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Mai 2008
Quellen: Deutsche Krebsgesellschaft e.V.:(Stand: 04/2008)
Deutsches Krebsforschungszentrum Krebsinformationsdienst:(Stand: 04/2008)
