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Kurzsichtigkeit: Ursachen Die Kurzsichtigkeit (Myopie) gehört neben Weit- (Hyperopie) und der Stabsichtigkeit (Astigmatismus) zu den häufigsten Fehlsichtigkeiten. Bei der Kurzsichtigkeit ist die Gesamtbrechkraft des Auges zu hoch, so dass der Betroffene nur naheliegende Gegenstände scharf sehen kann. Es wird zwischen zwei Formen von Kurzsichtigkeit unterschieden: der Achsenmyopie (normale Brechkraft, aber zu lange Augenachse) und der Brechungsmyopie (normale Augenlänge, aber zu starke Brechkraft). Die Achsenmyopie kommt deutlich häufiger vor als die Brechungsmyopie. Sie entwickelt sich vor allem in den ersten dreißig Lebensjahren und tritt besonders oft bei Frühgeburten auf. Bei dieser Art der Kurzsichtigkeit kommt es zu einer übermäßigen und allmählichen Verlängerung des Auges. Unklar ist bisher, ob bei ihrer Entstehung auch äußere Einflüsse, wie langes Arbeiten am Computer oder Lesen bei schlechtem Licht eine Rolle spielen. Eine Brechungsmyopie entsteht vor allem durch eine verstärkte Krümmung der Hornhaut oder der Linse. Sie kann aber auch durch eine Erhöhung der Brechzahl der Linse, hervorgerufen werden, wenn der Linsenkern getrübt wird, wie beispielsweise beim Grauen Star (Katarakt). Kurzsichtigkeit ist in der Regel erblich bedingt, manchmal können aber auch Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes die Ursache sein. Autor: Dr. Liane Vorwerk-Gundermann Datum: 11. Februar 2010
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Kurzsichtigkeit: Symptome Das Hauptsymptom der Kurzsichtigkeit ist das verschwommene Sehen in der Ferne. Sie macht sich meist dadurch bemerkbar, dass man Straßenschilder in weiterer Entfernung nicht mehr sehen kann oder die Schrift an der Tafel beziehungsweise bei Vorträgen, die Projektionen an der Wand nicht mehr erkennt. Vor allem in der Nacht machen sich die Sehprobleme bemerkbar. Viele Betroffene fühlen sich dadurch beim Autofahren während der Dunkelheit stark eingeschränkt. Besteht die Kurzsichtigkeit schon lange und ist sehr stark ausgeprägt, kann das in manchen Fällen Probleme nach sich ziehen. Infolge der Erkrankung wird die hintere Augapfelwand häufig stark gedehnt. Diese Dehnung kann zu einer Schädigung der Aderhaut und der Netzhaut führen, die schlimmstenfalls mit einer Netzhautablösung endet. Autor: Dr. Liane Vorwerk-Gundermann Datum: 11. Februar 2010
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Kurzsichtigkeit: Diagnose Meist lässt einen Augenarzt schon die Schilderung der Symptome vermuten, dass eine Kurzsichtigkeit vorliegt. Um die Diagnose zu sichern, werden verschiedene Augen-Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehört vor allem eine sogenannte objektive Refraktionsbestimmung, bei der die Brechkraft des Auges ermittelt wird. Die Messung erfolgt im Rahmen eines Sehtests, bei dem den Patienten Korrekturlinsen verschiedener Stärken vor die Augen gesetzt werden. Der Patient gibt dem Arzt währenddessen Rückmeldung, ob er scharf oder verschwommen sieht. Die Methode ermöglicht es den Grad der Kurzsichtigkeit genau zu ermitteln. Ist kein Sehtest möglich, weil der Betroffene keine verlässlichen Angaben machen kann, wie es zum Beispiel bei kleinen Kindern der Fall ist, kann die Fehlsichtigkeit auch mit der sogenannten Schattenprobe oder Skiaskopie festgestellt werden. Bei dieser Untersuchung wird über einen Augenspiegel Licht in das Auge geworfen, Dieses Licht wird an der Netzhaut reflektiert und ermöglicht es dem Arzt anhand der Reflexe die Sehschärfe des Auges beurteilen. Autor: Dr. Liane Vorwerk-Gundermann Datum: 11. Februar 2010
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Kurzsichtigkeit: Behandlung Eine Kurzsichtigkeit lässt sich in der Regel sehr gut durch eine Brille oder Kontaktlinsen ausgleichen. Verwendet werden hierfür sogenannte Konkavgläser oder auch Zerstreuungslinsen, also Gläser mit einer negativen Brechkraft. Gemessen wird die Brechkraft des Auges in der Maßeinheit Dioptrie (dpt). Bei einem gesunden Auge beträgt der Normalwert etwa 59 bis 69 dpt. Bei einer Fehlsichtigkeit liegt die Zahl, je nachdem ob es sich um Kurzsichtigkeit- oder Weitsichtigkeit handelt, über oder unter diesem Wert. Die Stärke der Abweichung wird bei Weitsichtigkeit mit einem Plus (z.B. +0,5 dpt) und bei Kurzsichtigkeit mit einem Minus angegeben. Die Augen sollten regelmäßig von einem Augenarzt kontrolliert werden, bei Änderungen der Sehkraft kann so gleich reagiert und die Brille oder die Kontaktlinsen entsprechend angepasst werden. Immer häufiger wird die Kurzsichtigkeit auch mit Hilfe des Lasers behandelt. Um die Brechkraft des Auges zu verringern, wird bei einer Lasertherapie die Hornhaut abgeflacht. Ein Eingriff, der zwar nur wenige Minuten dauert, aber auch Risiken in sich birgt. Mitunter wird die Kurzsichtigkeit über- oder unterkorrigiert und die Behandlung muss wiederholt werden. Manchmal entzündet sich das Auge oder es werden Doppelkonturen wahrgenommen. Zudem kann das Auge sehr blendungsempfindlich werden. Bei starker Kurzsichtigkeit (ca. 6 dpt) ist eine Laserbehandlung generell nicht mehr empfehlenswert, da die Erkrankung ab dieser Stärke trotz Behandlung nicht vollständig behoben werden kann. Autor: Dr. Liane Vorwerk-Gundermann Datum: 11. Februar 2010
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Kurzsichtigkeit: Prognose Kurzsichtigkeit kann in der Regel gut behandelt werden. Ab dem 30. Lebensjahr schreitet die Erkrankung meist nur noch sehr langsam fort, nicht selten kommt es sogar zu einem vollständigen Stillstand. Da bei kurzsichtigen Personen ein höheres Risiko für eine Netzhautablösung gegeben ist, sollten sie sich dennoch regelmäßig von einem Augenarzt untersuchen lassen. Erste Anzeichen sind Sehprobleme, wie zum Beispiel Lichtblitze oder Schleier. Wird eine Netzhautablösung rechtzeitig erkannt, kann sie noch gut behandelt werden. Autor: Dr. Liane Vorwerk-Gundermann Datum: 11. Februar 2010
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Kurzsichtigkeit: Vorbeugung Wirksame Maßnahmen eine Kurzsichtigkeit vorzubeugen gibt es bisher nicht. Man kann jedoch das Auge generell entlasten, indem man zum Beispiel beim Lesen oder der Arbeit am Computer auf die richtige Beleuchtung achtet. Weitere Informationen Autor: Dr. Liane Vorwerk-Gundermann Datum: 11. Februar 2010 Quellen: Grehn, F.: Augenheilkunde. Springer, Berlin 2008 Hecht, E.: Optik. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2005 Hick, Ch.; Hick, A.: Intensivkurs Physiologie. Elsevier, München 2009
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Kurzsichtigkeit;kurzsichtig;Myopie;Augen;Augenarzt;sehen;Augenuntersuchung;Sehtest;Weitsichtigkeit;Fehlsichtigkeit |
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