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Ursachen

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Ursachen

Unter dem Begriff chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) werden Erkrankungen der Atemwege zusammengefasst, die durch Husten, vermehrten Schleimauswurf, Atemnot und verengte Atemwege gekennzeichnet sind. Dafür verantwortlich sind dauerhafte Entzündungen. In erster Linie sind dies die chronische Bronchitis und das Lungenemphysem.

 

Etwa 80 Prozent aller Menschen, die an COPD leiden, sind oder waren Raucher. Das Rauchen ist deshalb der Haupt-Risikofaktor der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. Neben der zunehmenden Luftverschmutzung, zum Beispiel durch Feinstaub, spielen auch Gase und Staub eine Rolle, beispielsweise bei Bergleuten unter Tage. Des Weiteren gibt es Stoffwechselerkrankungen, die eine COPD begünstigen können (z.B. Alpha-1-Antitrypsinmangel).

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Symptome

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Symptome

Die Hauptsymptome der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung sind Atemnot, Husten und Auswurf (AHA-Symptome). Vor allem bei chronischer Bronchitis kommt Husten mit Auswurf, besonders morgens nach dem Aufstehen, häufig vor. Im Anfangsstadium liegt der Schwerpunkt in den kalten Jahreszeiten, im fortgeschrittenen Stadium tritt er auch ganzjährig auf.

 

Durch die zunehmende Verengung (Obstruktion) der Atemwege kommt es außerdem zu Atemnot, insbesondere in Belastungssituationen. Diese Dyspnoe ist auch das Hauptsymptom des Lungeemphysems (Überblähung der Lunge), bei dem es nur selten zu Husten mit Auswurf kommt. Wiederholte Infekte der Bronchien und Lungen führen zur Verschlimmerung der COPD, den sogenannte Exazerbationen.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Diagnose

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Diagnose

Anhand der Symptome Husten, Auswurf und Atemnot liegt der Verdacht auf eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung nahe. Neben den Beschwerden und der Krankheitsgeschichte (Anamnese) steht beim Arztbesuch auch die Lebensweise im Mittelpunkt. Rauchen ist zusammen mit den Beschwerden fast immer ein sicherer Hinweis auf COPD. 

 

Nach der körperlichen Untersuchung mit Blutdruckmessung und dem Abhören der Lunge (Atemgeräusche) liefern verschiedene Tests weitere Hinweise auf die chronisch obstruktive Lungenerkrankung:

 

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Behandlung

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Behandlung

Bei der Therapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung gilt es zunächst, die Hauptursache der Lungenschädigung aufzugeben: das Rauchen. Dieser Schritt ist maßgeblich für den Erfolg der Behandlung. Auch spezielle Atemübungen sind wichtig, um die Atmung zu verbessern.

 

Die medikamentöse COPD-Therapie fußt auf bronchienweitenden, entzündungshemmenden und schleimlösenden Medikamenten. Als Wirkstoffgruppen kommen sogenannte Beta-2-Sympathomimetika, Anticholinergika, Kortison, Theophyllin und Schleimlöser (Mukolytika) infrage. Sie werden, je nach Schwere der COPD, als Inhalierspray, Tabletten oder Infusion eingenommen beziehungsweise verabreicht. Kommt es im Rahmen der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung zu einer bakteriellen Infektion, werden Antibiotika verordnet.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Prognose

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Prognose

Bleibt die chronisch obstruktive Lungenerkrankung unbehandelt, kann es zu schweren Verläufen kommen. Deshalb ist der frühzeitige Therapiebeginn entscheidend für die Prognose. 

 

Auch die Lebensweise, insbesondere das Rauchen, hat einen großen Einfluss auf die Heilungschancen. Wird trotz Diagnose COPD weitergeraucht, schreitet die Lungenschädigung weiter und es kommt zu einem Lungenemphysem (irreversible Lungenüberblähung).

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Vorbeugung

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: Vorbeugung

Da die chronisch obstruktive Lungenerkrankung vornehmlich bei Rauchern auftritt, ist Nichtrauchen die beste Vorbeugung. Außerdem ist es ratsam, berufsbedingte Belastungen durch Gase und Staub zu vermindern. 

 

Wer bereits an einer COPD leidet, sollte die verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen, Atemgymnastik betreiben und versuchen, Infekte (wie Erkältungen, Grippe) zu vermeiden.

 

 

Weitere Informationen

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Quellen: Greten, H. (Hrsg.): Innere Medizin. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2002

Nationale Versorgungsleitlinien der Bundesärztekammer (BÄK), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): COPD. AWMF-Leitlinien-Register Nr. nvl-003k (Stand: 06/2007)

Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung;COPD;Lungenerkrankung;Rauchen;Pulmonaler Hypertonus;Atemnot;Sauerstofftherapie