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Ursachen

Sportverletzungen: Ursachen

Sportverletzungen treten beim Training, am häufigsten jedoch im Wettkampf bei Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball und Volleyball auf. Aber auch Skilaufen, Tennis, Inline-Skating und andere Sportarten bergen die Gefahr von Verletzungen. 

 

Vor allem unvorsichtiges Verhalten und wenig Übung können dazu führen, dass man mit dem Fuß umknickt, stürzt oder dass Muskeln, Bänder oder Sehnen Schaden nehmen. Männer verletzen sich häufiger beim Sport als Frauen.

 

Typische Sportverletzungen sind:

 

  • Bluterguss (Hämatom)
  • Bänderriss
  • Knochenbruch
  • Muskelzerrung
  • Muskelriss
  • Prellung
  • Sehnenriss
  • Meniskusschaden
  • Verrenkung
  • Verstauchung

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Symptome

Sportverletzungen: Symptome

Die Beschwerden hängen von der Art der Sportverletzung ab. Häufig kommt es zu einem plötzlichen Schmerz, der dazu führt, dass man das Training abbrechen muss. Die Beweglichkeit kann eingeschränkt sein (z.B. bei einem Muskelriss oder einem Knochenbruch) und je nach Verletzung kann es zu Schwellungen und Blutungen kommen. 

 

Es kann aber auch sein, dass man die Verletzung gar nicht bemerkt - bei einem Marathonlauf beispielsweise ist das Schmerzempfinden durch körpereigene Hormone mitunter so herabgesetzt, dass man eine Muskelzerrung oder eine Verrenkung nicht bemerkt.

 

Von Sportverletzungen am häufigsten betroffene Körperteile sind (mit absteigender Häufigkeit):

 

  • Untere Extremitäten (Beine und Füße)
  • Obere Extremitäten (Arme und Hände)
  • Kopf
  • Rumpf

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Diagnose

Sportverletzungen: Diagnose

Sportverletzungen lassen sich meist bereits anhand der Schilderung des Unfallhergangs erkennen. Der Arzt führt eine gründliche körperliche Untersuchung durch, um das Ausmaß der Verletzung einzuschätzen. So prüft er beispielsweise die Beweglichkeit von verletzten Gelenken. 

 

Anschließend sind, je nach Art der Verletzung, in der Regel weitere Untersuchungen bei Sportverletzungen notwendig; sehr häufig werden Röntgen-Untersuchungen durchgeführt. Bei Kopfverletzungen beispielsweise kann auch eine Computertomografie nötig sein. Bei Meniskusschäden wird unter Umständen eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) vorgenommen.

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

  

Behandlung

Sportverletzungen: Behandlung

Wenn man sich beim Sport verletzt, empfiehlt sich als Erstmaßnahme die so genannte PECH-Regel:

 

  • P: Pause einlegen
  • E: Eis (Kühlen des verletzten Körperteils)
  • C: Compression (die verletzte Stelle abdrücken, aber nicht zu straff abbinden)
  • H: Hochlagern des verletzten Körperteils

 

Die weitere Behandlung hängt von der Art und dem Ausmaß der Sportverletzung ab. So reichen bei kleineren Prellungen oft Kühlen und Schonen; bei Muskel- und Bänderrissen sowie Knochenbrüchen können Operationen notwendig sein. Meniskusschäden lassen sich häufig im Rahmen von Gelenkspiegelungen behandeln.

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Prognose

Sportverletzungen: Prognose

Prellungen, Blutergüsse und Verstauchungen sind meist harmlose Sportverletzungen und verheilen im Allgemeinen innerhalb weniger Tage. Der Heilungsprozess von Muskel-, Bänder- und Sehnenrissen kann langwieriger sein und diese Verletzungen erfordern eine ärztliche Behandlung. 

 

Die Prognose hängt entscheidend vom Erfolg der Therapie ab. Knochenbrüche müssen häufig mehrere Wochen ruhig gestellt (z.B. im Gipsverband) und gegebenenfalls operiert werden, um wieder zusammenzuheilen. In dieser Zeit darf in der Regel kein Sport ausgeübt werden, der den betroffenen Körperteil belastet.

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Vorbeugung

Sportverletzungen: Vorbeugung

Generell gilt es, alle sportlichen Betätigungen mit der nötigen Vorsicht auszuüben und darauf zu achten, sich nicht zu verletzen. Je trainierter man ist, umso geringer ist das Risiko, sich weh zu tun. So treiben Leistungssportler zwar viel mehr Sport als Breitensportler; Sportverletzungen kommen bei Letzteren allerdings häufiger vor. 

 

Manche Sportarten bergen ein höheres Risiko für Verletzungen, wie zum Beispiel Fußball, Inline-Skaten und Skifahren. Hier gilt es insbesondere, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen wie zum Beispiel das Tragen von Schutzkleidung (Helm, Knieschoner etc.). Vor dem Sport ist es außerdem wichtig, sich aufzuwärmen und sich zu dehnen, um Verletzungen von Muskeln, Bändern und Sehnen zu vermeiden. Sobald Schmerzen auftreten, ist es ratsam, die sportliche Betätigung zu unterbrechen.

 

 

Weitere Informationen

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Quellen: Engelhardt, M.: Sportverletzungen: Diagnose, Management und Begleitmaßnahmen. Urban & Fischer Bei Elsevier, München 2006

Krämer, J., Grifka, J.: Orthopädie. Springer, Heidelberg 2005

 

Sturz;Zerrung;Prellung;Bänderriss;Kapselriss