Höchste Zeit fürs Fasten
Der Manager Dietrich Stegert will fitter werden und entscheidet sich für eine Fastenkur auf der Insel Rügen.
Als Fasten wird der freiwillige Verzicht auf Nahrung oder Genussmittel für einen bestimmen Zeitraum bezeichnet. Das Wort „Fasten“ stammt aus dem Gotischen bzw. dem Altdeutschen und bedeutet „festhalten“.
Das Fasten hatte in der Vergangenheit meist kulturelle oder religiöse Gründe. Heute gibt es zahlreiche Formen des Fastens, die sehr häufig eine Gesundheitsförderung und seltener auch eine Gewichtsreduktion als Ziel haben. Einige gängige Formen des Fastens sind zum Beispiel:
Viele Menschen fasten, um ihr Wohlbefinden zu steigern und ihren Körper zu entschlacken. Entschlacken bedeutet, dass durch das Fasten versucht wird, die Ausscheidung schädlicher Stoffe, die sich im Körper angesammelt haben, zu beschleunigen. Die Fastenzeit hängt von der Fastenmethode ab und dauert zwischen fünf und 50 Tagen.
Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juli 2008
Fasten: Durchführung
In erster Linie geht es beim Fasten darum, für einen bestimmten Zeitraum keine oder nur bedingt Nahrung aufzunehmen. Die Durchführung der Fastenkur hängt von der Fastenmethode ab. Um Schädigungen des Körpers zu vermeiden, ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme - unabhängig von der Fastenform - sehr wichtig. Abgesehen von religiösem oder esoterischem Fasten, wird eine Fastenkur in der Regel in drei Schritten durchgeführt:
1. Vorbereitung: In den ersten drei Tagen wird die Nahrungszufuhr stark reduziert und gegebenenfalls der Darm mit Einläufen gereinigt. Bei einer längeren Fastenkur ist es ratsam, eine ärztliche Untersuchung durchführen zu lassen.
2. Das eigentliche Fasten: Entsprechend der Methode wird in der zweiten Phase das eigentliche Fasten durchgeführt. Da teilweise oder ganz auf Nahrung verzichtet wird, ist es wichtig, mindestens drei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen. Die Fastenzeit kann bis zu 50 Tage dauern.
3. Nach dem Fasten: Beim so genannten Fastenbrechen wird dem Körper langsam wieder Nahrung zugeführt. Je länger eine Fastenkur angedauert hat, desto behutsamer sollte der Körper wieder an Nahrung gewöhnt werden, zum Beispiel durch das schrittweise Einlegen von Obsttagen.
Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juli 2008
Fasten: Anwendung
Viele Menschen fasten beispielsweise aus religiösen Gründen oder um ihr Körpergewicht zu reduzieren. In der Medizin wird das Fasten auch als therapeutische Maßnahme eingesetzt. In der Regel wird das therapeutische Fasten in speziellen Kliniken stationär als Fastenkur durchgeführt.
Die Anwendungsgebiete sind ernährungsbedingte Erkrankungen, Allergien oder gesundheitsbedrohliches Übergewicht. In der Naturheilkunde wird das Fasten als vorbeugende Maßnahme gegen Stoffwechselstörungen angewendet. Jede Art des Fastens sollte unbedingt gemieden werden:
Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juli 2008
Fasten sollte nur von gesunden Menschen praktiziert werden. Bei längeren Kuren (länger als zehn Tage) ist eine ärztliche Betreuung unbedingt ratsam. Dem Körper mangelt es während des Fastens an wichtigen Nährstoffen. Er passt sich der verringerten Nährstoffzufuhr an, bedient sich körpereigener Reserven und läuft sozusagen auf Sparflamme. Eine längere Fastenkur schwächt das Immunsystem und der Körper ist anfälliger für Krankheiten.
Medizinisch wird das Fasten ohne ärztliche Betreuung eher kritisch beurteilt. Die positiven Auswirkungen des Fastens (wie beispielsweise das Entschlacken) sind wissenschaftlich nicht oder nur bedingt belegt. Durch das Fasten steigt der Harnsäurewert im Körper und es werden vermehrt Stoffe (Ketonkörper) produziert, die die Bildung von Blasen- und Nierensteinen begünstigen. Der erhöhte Hahnsäurewert kann zudem Gichtanfälle auslösen.
Weitere Informationen
Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juli 2008
Quellen: Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.: (Stand: 06/2008)
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. De Gruyter, Berlin 2007
Pschyrembel: Naturheilkunde und alternative Heilverfahren. De Gruyter, Berlin 2006